Sprinkle Cake zur Einschulung

einhornFür jede Mutti ist der Einschulungstag, des Kindes ein neuer Meilenstein. Bei mir ist dieser Tag bereits 12 Jahre her, aber ich erinnere mich noch an meine Nervosität und wie genervt unser Junior davon war. Alles sollte perfekt sein, alle sollten hübsch heraus geputzt sein und möglichst alle Familienmitglieder sollten dabei sein. Wenn ich heute daran denke muss ich schon ein wenig schmunzeln. Eine liebe Kollegin Rita wünschte sich ein Törtchen für den Einschulungstag ihrer Enkelin. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen. Schließlich kann ich einer Omi doch nichts abschlagen. 🙂  Um eine passende Idee für die kleine Ida zu finden, plauderten wir über ihre Hobbys, ihren Schulranzen und die selbst gebastelte Schultüte.

einhorn1Sehr schnell stand das Motiv für die Torte fest: Ida liebt Einhörner und ein solches ziert auch die Schultüte. Rita sendete mir dann ein Foto der Schultüte, damit ich eine Vorlage des Einhornes hatte. Am Wochenende vor dem Einschulungstermin startete ich mit dem backen der 26er Böden. Da ich eine schöne Höhe erreichen wollte, wurden es zwei Böden welche ich nochmals teilte um am Ende vier Ebenen zu erhalten.  Die Böden dürfen sich nach dem backen immer für eine Nacht ausruhen, damit sie schöner zum schneiden sind.

Als Füllung wünschte sich Ida etwas cremiges. Daher entschied ich mich für eine sündig, leckere Buttercreme.

Zutaten:
  • 1 Vanilleschote
  • 500 ml Milch
  • 70 g Puderzucker
  • 3 Eigelb (M)
  • 30 g Speisestärke
  • 500 g weiche Butter
  • 500 g gesiebter Puderzucker
  • 100 ml lauwarme Milch
Zubereitung:

Zunächst den Vanillepudding herstellen. Das Mark der Vanilleschote auskratzen, zur Milch geben und aufkochen. In der Zwischenzeit das Eigelb mit dem Puderzucker ca. drei Minuten mit dem Rührgerät zu einer cremigen Masse aufschlagen. Wenn die Eier-Mischung weiß ist, die Speisestärke unterrühren. Die Masse unter ständigem Rühren zur Milch geben und nochmals aufkochen lassen und anschließend in eine Schüssel umfüllen. Klarsichtfolie direkt auf die Pudding-Masse geben damit sich keine Haut bilden kann.

Der Pudding muss nun komplett auskühlen. Butter und Pudding müssen in etwa die selbe Temperatur haben.

Die Butter in Würfel schneiden und in die Rührschüssel des Küchenhelferleins geben. Die Butter bei niedriger Geschwindigkeit cremig aufschlagen und den gesiebten Puderzucker Esslöffelweise dazu geben. Wenn sich beide Komponenten zu einer schönen weißen Creme verbunden haben, darf der Vanillepudding ebenfalls Esslöffelweise dazu gegeben werden. Wenn die Masse zu fest wird immer wieder etwas von der erwärmten Milch zufügen. Nachdem alle Zutaten sich zu einer schönen Buttercreme verbunden haben, diese abgedeckt zur Seite stellen.

Die Torte sollte als kleine Überraschung wie eine Piniata aufgebaut sein. Dafür habe ich aus dem zweiten und dritten Boden, mit Hilfe eines Linzer-Ausstechers einen Kreis gestochen. Boden und Deckel müssen ohne Öffnung bleiben!

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Jetzt kann es an das Füllen der Torte gehen. Der erste Boden darf auf einem Cake Board platz nehmen. Somit kann beim Transport nichts mehr verrutschen. Einen Teil der Buttercreme in einen Spritzbeutel füllen und diesen mit einer großen Lochtülle bestücken. Damit die Creme einen sauberen Rand hat wird ein solcher auf den ersten Boden gespritzt. Auf den restlichen Teil des Bodens vier Esslöffel Buttercreme geben und diese mit Hilfe einer Konditorenpalette verstreichen. Der Rand dient hierbei als Höhenmaß.

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Den nächsten Boden mit Öffnung auflegen und die Creme wie gehabt verteilen. Ebenso bei dem dritten Boden. Der vierte Boden wird als Abschluss aufgelegt. Zur Sicherheit habe ich einen Tortenring um die fertig gestapelte Torte gelegt und diese dann für vier Stunden in den Kühlschrank gegeben. In dieser Zeit haben die Komponenten ausreichend Zeit sich zu verbinden und die Torte wird schön stabil.

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In der Zwischenzeit habe ich eine weiße Ganache hergestellt. Diese wird nach dem abkühlen mit Hilfe einer Palette in zwei dünnen Schichten auf die Torte aufgetragen.

Die Torte durfte dann über Nacht im Kühlschrank ruhen.

Die Ruhezeit habe ich genutzt um die Dekoration der Torte vorzubereiten. Mit einem Ausstecher sind die Sterne in groß und klein schnell hergestellt. Diese zum trocknen zur Seite legen. Das Einhorn habe ich anhand des Fotos mit Hilfe eines Skalpells aus Fondant ausgeschnitten. Die Augen, Nüstern und Ohren mit einer zweiten Schicht Fondant modelliert. Mit ein paar Streifen aus Fondant sind schnell Highlights und Wimpern gesetzt. Für das Horn habe ich ein Stück Fondant zu einem Kelch geformt und diesen von der unteren, dickeren Masse in drehenden Bewegungen nach oben zur Spitze gedreht. dadurch entsteht eine hornartige Oberfläche.

Der nächste Tag startete mit dem auftragen einer dritten dünnen Ganacheschicht. Auf diese werden die Fondant-Deko-Elemente aufgelegt und leicht angedrückt. Danach dürfen die Sprinkles auf der Torte platz nehmen. Dafür die Torte auf ein Backofengitter stellen und dieses wiederum auf ein tiefes Backblech legen. Somit können die herunter fallenden Streusel aufgefangen werden und das Chaos in der Küche bleibt im Rahmen. Die Streusel nach dem auftragen leicht andrücken. Insgesamt habe ich ca. 200 g Streusel benötigt.

Die Sterne sollten Ida´s Namen tragen. Dafür habe ich eine Messerspitze Lebensmittelpaste mit 2 Tropfen Alkohol vermischt. Keine Angst, der Alkohol verfliegt während des trocknens. Mit einem dünnen Pinsel sind die Buchstaben zügig aufgetragen.

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Das Horn habe ich mit etwas silbernem Puder eingepinselt und mit Glitzergel etwas aufgehübscht. Das Horn mit etwas Lebensmittelkleber auf der Stirn des Einhorns befestigen und fertig ist die Dekoration.

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Als alles dekoriert war durfte die Torte im Tortenkarton Platz nehmen und bis zur Übergabe kühl gelagert werden.

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Meine liebe Rita hat mir nach der Einschulung Bilder von Ida zu kommen lassen welche ich Dir nicht vorenthalten möchte. 🙂