Beschwipste Zwetschgen zum Stammtisch

IMG_5007Wenn sich eine Horde Mädels treffen und neben dem ratschen und Kuchen schlemmen kurzerhand noch Schürzen nähen, dann kann es nur der Stammtisch von Bake A Wish sein. Eigentlich sitzen wir immer gemütlich im Schaufenster von Jasmin und plaudern über dies und das. Beim letzten treffen im November hatte Katrin jedoch die geniale Idee, dass wir im neuen Jahr ihr Atelier unsicher machen.

Ich und nähen? OMG, das war schon zu Schulzeiten mein Horrorfach und nun sollte ich das auch noch in meiner Freizeit machen unter den Augen einer Designerin. Ich hatte ja noch Gnadenfrist.

Als der Termin immer näher rückte, musste ich mir endlich einen Stoff kaufen. Mit einer Tüte voll „Keinplan“ ging ich in den Stoffladen und ließ der Verkäuferin die freie Wahl. Nur blau sollte der Stoff sein.

Natürlich brauchte ich noch eine kleine, süße Sünde für die Kaffeetafel. Wie gut, dass ich vor einer Woche Zwetschgen in Rotwein und Anis eingelegt hatte. Etwas Alkohol kann nicht schaden – zumindest sieht man dann die schiefen Nähte nicht mehr. So war mein Plan.

Wie schon gesagt, die Zwetschgen hatte ich eine Woche zuvor eingelegt.

Zutaten:
  • 500 g Zwetschgen
  • 4 Anissterne
  • 500 ml trockenen Rotwein
Zubereitung:

Den Rotwein in einen Topf geben und aufkochen lassen. Die Anissterne und die  entkernten, halbierten Zwetschgen dazu geben und für ca. zwei Minuten köcheln lassen. Meine Zwetschgen waren ein Überbleibsel des vergangenen Herbstes und kamen aus dem Gefrierfach. Alles in eine verschließbare Schüssel geben und für eine Woche an einem kühlen Ort lagern. In meinem Fall durften es sich die Zwetschgen im Keller gemütlich machen.

Am Tag des Backens begann der Morgen mit der Herstellung eines Mürbeteiges. Dem Grundteig habe ich noch 40 g Zartbitterschokolade und drei EL Haselnüsse  beigefügt. Warum? Kleine Reste stehen nur im Weg herum und wandern bei mir immer zügig in das nächste Projekt.

Während der Mürbeteig für eine Stunde im Kühlschrank entspannen durfte, habe ich mich an meine Hausaufgaben für den Stammtisch gemacht.

Die Stoffe sollten gewaschen sein, dass hatte meine Waschmaschine bereits in den Tagen zuvor erledigt. Nun musste das alles noch irgend wie geschnitten werden. Brav arbeitete ich die Skizze ab – ohne einen Plan zu haben, was ich da eigentlich mache. Wird schon werden! Plan B hieß Katrin. Sie würde das schon richten. 🙂

Jetzt knöpfte ich mir die eingelegten Zwetschgen vor. Die Zwetschgen in einem Sieb gut abtropfen lassen. Den Sud jedoch auffangen da er noch benötigt wird. Die Zwetschgen in ca. o,5 cm breite Streifen schneiden. Die Anissterne verwerfen.

Den Backofen auf 180°C (Umluft) vorheizen.

Weiter geht es mit dem Mürbeteig. Eine 16er Springform einfetten. Den Mürbeteig auf einem Backpapier ausrollen und diesen anschließend in die Springform geben. Der Rand des Mürbeteiges sollte 3/4 hoch sein. Den restlichen Mürbeteig wieder gut einpacken und in den Kühlschrank geben. Er wird für den Kuchen nicht mehr benötigt.

Vom Rotwein-Sud 100 ml in eine kleine Schüssel geben und mit 35 g Speisestärke vermischen. Ein Ei (M) trennen und das Eigelb mit in die Schüssel geben. Mit einem Schneebesen gut durchrühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Den übrigen Sud in einen Topf geben und kurz aufkochen lassen. Die Speisestärke zum Sud dazu geben und nochmal kurz aufkochen lassen. Die Zwetschgen zufügen und gut vermengen. Jetzt darf der Zwetschgenpudding in die vorbereitete Springform und das Ganze für 30 Minuten bei 180°C in den Backofen.

In der Zwischenzeit die Baisermasse herstellen.

Zutaten für die Baiserhaube:
  • 1 Eiklar (M)
  • 1 EL Zucker
  • 1 Prise salz
Zubereitung:

Das Eiklar mit Zucker und Salz steif schlagen. Die Baisermasse auf den Kuchen geben mit dem Löffel ein beliebiges Muster formen und diesen nochmals für ca. 7 Minuten bei 180°C (Umluft) in den Backofen geben. Da die Baisermasse sehr schnell braun werden kann, habe ich den Kuchen nicht aus den Augen gelassen.

Anschließend sollte der Kuchen sich für eine Stunde entspannen und abkühlen.

Da ich jedoch noch nach Esslingen musste und mir die Zeit davon lief packte ich ihn kurzerhand inklusive Springform ein.

Zunächst traf ich mich mit Julia und Jasmin bei Bake A Wish. Schließlich wollte ich auch noch eine Kleinigkeit shoppen. 😉

Als Jasmin die Pforten ihres tollen Ladens schloss, düsten wir ein paar Straßen weiter in das Atelier von Katrin. Der rest der Truppe hatte sich schon eingefunden und nach einem Gläschen Sekt zur Begrüßung konnte Katrin mit dem erklären der ersten Schritte beginnen. Natürlich kontrollierte sie auch unsere Hausaufgaben. 🙂 Da wir nur drei Nähmaschinen für sechs Mädels hatten war Zeitmanagement gefragt. Unter der strengen aber supertollen Anleitung von Katrin entstanden an diesem Tag sechs peppige Schürzen welche gleich und doch individuell sind. Ja und sogar ich, der Nähmuffel ohne Plan und Geschick  ist stolze Besitzerin einer Schürze im K.triny Design. *hüpffreu*

Das Schnittmuster wird Katrin natürlich nicht verraten aber sie zaubert tolle Schürzen im selben Schnitt speziell für Baka A Wish.

Ob ich diese Schürze tragen werde? Aber natürlich! Immer, sobald ich meine Küche betrete. *fingerhinterdemrückenüberkreuz*

Ich bin einfach keine Schürzenträgerin aber unendlich stolz es geschafft zu haben.

Natürlich will ich Euch mit ein paar Bildern einen kleinen Einblick in unseren Nähkurs geben und Euch die geile Truppe präsentieren.