Zeit für einen neuen Katzen-Kratzturm (DIY-Projekt)

Es ist mal wieder Zeit für einen kleinen Gastbeitrag vom Göttergatten aka Kratzbaumbauer, der mal wieder Lust hatte seinen Stress mit einem DIY-Projekt abzubauen:

Nachdem uns unser Kater Stitch vor einem Jahr überraschend verlassen musste, wurde der  alte Katzenturm aus sentimentalen Gründen auch eingestampft. Irgendwie musste ich jedesmal beim Anblick an Stitch denken und das war die nahestehendste Lösung.  Es gab noch genügend dieser Kratzrollen usw. im Haushalt, so dass Garfield noch viel Spielzeug in der Wohnung hatte.

Geplant war, erst einmal keinen zweiten Kater mehr ins Haus zu holen, und Garfield seinen Freiraum zu lassen. Nach 1/2 Jahr war Tanja dann überstimmt und Bühne frei für #billythecat!

Dieses Bild ist nun etwas über 1/2 Jahr alt und natürlich wächst und gedeiht der kleine Racker und ist zu einem ganz schön kräftigen Kater herangewachsen. Deshalb wurde auch der neu angeschaffte (günstige) Kratzbaum sehr schnell von ihm in seine Einzelteile zerlegt und hing trotz Halterung an der Decke schräg und wackelig im Raum. Es musste also ein neuer Kratzbaum her. Die erste kurze Skizze sah genau so aus:

Da Billy die Hängematten des alten Kratzbaumes geliebt hattte wurden diese und diverse andere Teile kurzerhand von dem orig. Kratzturm in das DIY-Projekt mit eingeflochten.

Die fertige Spielwiese sieht nun so aus und wird von beiden Katern sehr gern genutzt. Die nachfolgenden Zeilen erklären dann grob umrissen, wie der Kratzturm entstanden ist. „Grob umrissen“ deshalb, weil ich mehr als die obige Skizze nicht als Plan angefertigt hatte. Ich bastel meine Projekte meist eher so aus der Situation raus. 🙂

Der Hauptteil des Kratzturms ist ein Rahmen aus Kantholz und Metallwinkeln in Form von Würfeln. Geplant war der Bezug von einigen Holzplatten mit einem Tacker und Teddy-Fell aus dem Stoff-Laden. Hier kostete der Quadratmeter aber mal eben 40 EUR und die Farben waren auch nicht hübsch, also wurden kurzerhand auch hier die Böden des alten Kratzturms verwendet und von unten in das Kantholz des Rahmens oder auf die Platten aus Fichtenholz geschraubt. Im untersten Stockwerk links habe ich mit Scharnieren und einem Möbelmagnetverschluss eine Tür gebaut, damit man auch mal in das sonst geschlossen verschraubte große Bodenfach reinschauen kann. Zum sauber machen oder dergleichen. Dazu bekam die Tür und das große Front-Brett einen Ausschnitt in Form des Hello Kitty Katzenkopfes.

So entstand hier eine schöne Höhle. Das Kantholz des Bodens wurde mit Filzgleitern versehen, damit der  Parkettboden nicht verkratzt. In den Boden selbst haben wir zwei Kissen der alten Terrassenstühle gelegt. Schön kuschelig! ❤ Natürlich wurde der Bau ständig  während der Bauphase durch das Fachpersonal bewacht! Im folgenden Bild sieht man sehr schön die alten Kissen der Gartenstühle.

Im nächsten Stockwerk folgen wieder vier Kanthölzer nebst Metallwinkeln für den Rahmen und oben drauf eine Platte aus Fichtenholz, damit die Kater auch mal ein wenig in diese Richtung rausschauen können. Auch hier wurde anschließend noch eine kleinere Platte des alten Kratzbaums drauf geschraubt. Unsere beiden Kater stört es überhaupt nicht, dass 1/3 der Platte ohne Fell ist. 🙂

Die nächsten vier Füße des Rahmens wurden aus den alten Sisal-Kratzstangen des Kratzbaums gefertigt. Einfach ein Loch durch die Holzplatte und dort die Schrauben reingedreht. Oben drauf wieder ein Brett – ihr ahnt es schon – aus dem alten Kratzbaum. Das war ursprünglich die alte und damit größte Bodenplatte des Kratzbaums. Sie reicht gerade noch so, damit sich Billy UND/oder Garfield quer drüber verteilen können.

Als letztes Stockwerk kam noch einmal eine Rolle und eine Platte des alten Kratzbaums oben drauf und seitlich wurden noch die Hängematten reingebastelt. Dazu wurden einfach an diesem Fuß die Schrauben etwas tiefer ins Holz getrieben, damit die allgemeine Höhe im Wasser blieb. Hier und da noch ein wenig Katzenspielzeug hingetackert und fertig ist der deutlich stabilere Kratzturm bzw. die neue Kratzburg. Die Winkel sorgen für ordentlichen Halt und zur Not könnte man mit Kantholz (davon kosten 2m nur 2,99 EUR im Bauhaus) noch ein paar Verstrebungen reinziehen. Aber noch ist Billy nicht so groß, dass er den Turm kleinbekommen würde. 🙂

Trotz der Verwendung der alten Holzplatten sind beim Bau dieses Projektes mal eben ca. 80,- EUR in die Hände des örtlichen Bauhauses gewandert. Wenn man sich aber die Preise der Kratzbäume auf Amazon oder gar im lokalen Tierbedarfsgeschäft anschaut, so ist das ein wahres Schnäppchen für die Größe und die Stabilität.

Ring frei für das nächste DIY-Projekt…