Hoppsi Rammler der kleine Osterhase

_MG_5972Die Eier sind gefärbt und versteckt. Die Osterkekse gebacken und hübsch dekoriert. Die Wohnung ist geschmückt mit bunten Zweigen. Meister Lampe blickt zufrieden drein. Dann heißt es sich bequem zurück lehnen und die Feiertage genießen.

Hmmmmmmmm – aber natürlich nicht im Hause Meidl. 😉

Als ich von meinem kleinen Schwesterchen erfahren hatte, dass sie am Osterwochenende in der Nagelschule Schwabennails arbeitet, begann es in meinem Kopf zu rattern. „Voll doooof! Jetzt war sie erst eine Woche auf Schulung und wir konnten uns nicht sehen und jetzt arbeitet sie. Find ich echt blööööd!“ Als ich dann endlich wieder von meinem geistigen Ego-Tripp runter war, bedauerte ich mein Schwesterherz und ihre Kolleginnen und wollte ihnen das Wochenende etwas verschönern. Verschönern? – Eigentlich sind dafür ja die Mädels zuständig. Wie wäre es mit versüßen? – Hmmmmm, die Mädels achten sehr auf ihr Äußeres.

Egal!!! Ich hatte das Team schon soooooo lange nicht mehr mit einer Sünde überrascht, da musste ich einfach alles geben!

Der letzte Kuchen für die Mädels von Schwabennails ist schon fast 11 Monate her. Wenn ich nun wöchentlich einen Sündenfall mit 50 kcal einrechne, was ja nicht wirklich viel ist. Oder? Das  mal vier, währen 200 kcal monatlich. Somit hätte ich pro Mädel einen Freiraum von 2200 kcal. Perfekt!!! Damit lässt sich doch eine tolle Torte zaubern. 😉

Zuerst Ideen sammeln. Der Realist auf der linken Schulter und der Optimist auf der rechten.  Eine runde Torte mit Deko? Ne doof, langweilig. Eine rechteckige Torte mit Deko? Hallooooo, wolltest Du nicht etwas cooles machen?! Ach so. Ja klar. 3D – Jes!!! Ein aufgestelltes Ei aus dem ein Kücken schlüpft, welches nur auf einem Bein steht und versucht die Schmetterlinge zu fangen?

OMG, das kann noch einige Zeit dauern. oO

Natürlich bin ich ganz ohne die beiden auf eine tolle Idee gekommen. Soll ich Euch verraten auf welche? STOP, immer langsam. Zuerst müssen die Zutaten besorgt und die einzelnen Komponenten hergestellt werden. Immer langsam! 😉

Ja, ok. Wem die Zutaten und Zubereitung zu laaaangweilig ist: Ganz unten sind Bilder. 😉

Zutaten für den hellen Rührkuchen (Hasenkopf) 16er Springform:
  • 100 g Sanella Margarine
  • 100 g feiner Zucker
  • 2 Eier (M)
  • 1 EL Vanillezucker
  • 250 g Mehl
  • 125 ml Milch
  • 1/2 Pck. Backpulver
Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C ( Ober- / Unterhitze ) vorheizen.

Die Margarine mit dem Zucker, dem Vanillezucker und den Eiern im Küchenhelferlein, schaumig rühren. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch in die Schaummasse geben. Die Springform einfetten und den Kuchenteig in die Form geben.

Den Kuchen bei 200°C ( Ober- / Unterhitze ) für 40 Minuten backen und anschließend auskühlen lassen. Die Stäbchenprobe nicht vergessen.

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Zutaten für den dunklen Rührkuchen (Hasenohren)16er Springform:
  • 100 g Zartbitterschokolade
  • 100 g Sanella Margarine
  • 100 g feiner Zucker
  • 2 Eier (M)
  • 1 EL Vanillezucker
  • 250 g Mehl
  • 125 ml Milch
  • 1/2 Pck. Backpulver
Zubereitung:

Die Zartbitterschokolade klein hacken und im Wasserbad schmelzen.

Die Margarine mit dem Zucker, dem Vanillezucker und den Eiern schaumig rühren. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und abwechselnd mit der Milch in die Schaummasse geben. Zum Schluss die flüssige Schokolade zur Teigmasse geben.

Die Springform einfetten und den Kuchenteig in die Form geben.

Den Kuchen bei 200°C ( Ober- / Unterhitze ) für 40 Minuten backen und anschließend auskühlen lassen. Die Stäbchenprobe nicht vergessen.

Während die Rührkuchen auskühlen habe ich die Tortencremes und die Buttercremes vorbereitet.

Zutaten für die Tonka-Tortencreme (Hasenkopf):
  • 3 Eigelb (M)
  • 80 g feiner Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 20 g Maisstärke
  • 250 ml Milch
  • 1 geriebene Tonkabohne
Zubereitung:

Die Eigelb mit dem Zucker und dem Vanillezucker in der Rührschüssel des Küchenhelferleins schaumig schlagen. Die Maisstärke mit 50 ml der Milch verrühren und zur Schaummasse geben. Die Tonkabohne klein reiben und mit der restlichen Milch in einem Topf zum kochen bringen. Die Milch mit dem Topfdeckel abdecken und für 10 Minuten ziehen lassen. Die Tonkamilch unter stetigem rühren zur Schaummasse geben.  Wenn sich die Zutaten gut vermengt haben, darf alles zurück in den Kochtopf. Unter ständigem rühren mit dem Schneebesen aufkochen und 1-2 Minuten köcheln lassen.

Die Creme in eine Schüssel gießen, mit Folie abdecken und auskühlen lassen.

Zutaten für die Toffee-Tortencreme (Ohren):
  • 3 Eigelb (M)
  • 80 g feiner Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 20 g Maisstärke
  • 250 ml Milch
  • 3 EL Milchmädchencreme
Zubereitung:

Die Dose Milchmädchen in einen Topf geben und für zwei Stunden köcheln. Anschließend abkühlen lassen und vor Gebrauch die Dose öffnen.

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Die Eigelb mit dem Zucker und dem Vanillezucker in der Rührschüssel des Küchenhelferleins schaumig schlagen. Die Maisstärke mit 50 ml der Milch verrühren und zur Schaummasse geben. Die restliche Milch in einem Topf zum kochen bringen und unter stetigem rühren zur Schaummasse geben. Die drei Esslöffel der Milchmädchencreme dazu geben. Wenn sich die Zutaten gut vermengt haben darf alles zurück in den Kochtopf. Unter ständigem rühren mit dem Schneebesen aufkochen und 1-2 Minuten köcheln lassen.

Die Creme in eine Schüssel giessen, mit Folie abdecken und auskühlen lassen.

Zutaten für die Buttercreme (Kopf):
  • 125 g weiche Butter
  • 125 g Puderzucker
  • 3 Eiweiß (M)
  • 1 Prise Salz
  • 50 g Puderzucker
Zubereitung:

Die Butter in die Rührschüssel des Küchenhelferleins geben und für ca. 10 Minuten cremig rühren. Die Butter sollte eine weiße Farbe bekommen haben. Den gesiebten Puderzucker dazu geben und weiter rühren bis sich Butter und Zucker zu einer cremigen Konsistenz vermengt haben.

In der Zwischenzeit das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen und anschließend den Puderzucker unterrühren. Dei Eiweißmasse sollte eine Baiser-Konsistenz erreicht haben.

Das Eiweiß Esslöffelweiße unter die Buttercreme mischen. Anschließend abgedeckt kühl stellen.

Zutaten für die Toffee-Buttercreme (Ohren):
  • 125 g weiche Butter
  • 125 g Puderzucker
  • 2 EL Milchmädchencreme
  • 3 Eiweiß (M)
  • 1 Prise Salz
  • 50 g Puderzucker
Zubereitung:

Die Butter in die Rührschüssel des Küchenhelferleins geben und für ca. 10 Minuten cremig rühren. Die Butter sollte eine weiße Farbe bekommen haben. Den gesiebten Puderzucker und die beiden Esslöffel der Milchmädchencreme dazu geben und weiter rühren, bis sich Butter und Zucker zu einer cremigen Konsistenz vermengt haben.

In der Zwischenzeit das Eiweiß mit der Prise Salz steif schlagen und anschließend den Puderzucker unterrühren. Dei Eiweißmasse sollte eine Baiser-Konsistenz erreicht haben.

Das Eiweiß Esslöffelweiße unter die Buttercreme mischen. Anschließend abgedeckt kühl stellen.

Als fruchtige Füllung habe ich mich beim Hasenkopf für eine Mischung aus Blaubeeren, Johannisbeeren und Himbeeren und bei den Hasenohren für Bananen entschieden.

Nun ging es das Zusammenbauen des kleinen Häschens.

Ich habe mich zunächst an das Zusammensetzen des Kopfes gemacht. Den Rührkuchen in drei Böden schneiden. Damit der Kuchen anschließend wieder richtig aufeinander sitzt, habe ich ihn mit einem Schnitt markiert.

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Den ersten Boden auf eine Tortenplatte legen. Buttercreme in einem Spritzbeutel geben. Am Rande des Bodens einen Rand aus Buttercreme spritzen damit die Tortencreme nicht raus laufen kann. In das innere des entstandenen Ringes mit Tortencreme auffüllen und zwei Esslöffel Früchte darüber verteilen. Den zweiten Boden aufsetzen und die gleichen Schritte wiederholen. Den dritten und letzten Boden auflegen und die Ränder mit einer dünnen Schicht Buttercreme einstreichen.  Das Törtchen für 30 Minuten in den Kühlschrank geben.

Anschließend muss die Kopfform etwas nachgeschnitten werden und der komplette Kopf mit einer weiteren Schicht Buttercreme überzogen werden. Wieder geht es ab in den Kühlschrank. Dort darf sich das Törtchen für mindestens drei Stunden ausruhen. Die Tortencreme und Buttercreme werden wieder schön fest und sorgen dafür, dass alle Komponenten sich verbinden.

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Weiter geht es mit den Ohren. Aus dem runden Schokoladenkuchen zwei schöne Ohren schneiden. Jedes Ohr in drei Böden teilen und den ersten Boden auf eine Tortenplatte legen. Die Toffee-Buttercreme in einen Spritzbeutel geben und wie bereits beim Hasenkopf, einen Rand aus Buttercreme spritzen. In das Innere einen Esslöffel der Toffee-Tortencreme geben und ein paar dünn geschnittene Bananenscheiben legen. Die Böden aufeinander stapeln und zur Sicherheit einen Schaschlik-Spieß zur Stabilität einstechen.  Das selbe Vorgehen bei dem zweiten Ohr. Jetzt dürfen sich die Ohren für 30 Minuten, zum Kopf in den Kühlschrank gesellen.

Wenn beide Ohren noch etwas nachgeschnitzt sind werden sie mit der Toffee-Buttercreme eingestrichen und dürfen ebenfalls für drei Stunden in den Kühlschrank.

Jetzt kommt das schlimmste: Küche aufräumen!!! :´-) Entweder Ihr packt ganz schnell die Koffer, findet jemanden den Ihr überreden könnt oder ihr macht es wie ich, ergebt Euch eurem Schicksal und schwingt den Putzlappen.

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Frisch gestärkt. Ein, zwei, drei Tassen Kaffee intus und voller Inspiration ging es an das einkleiden des kleinen Häschens. Mit meinem neuen Lieblings-Fondant war eine Platte von 34 x 35 cm schnell ausgerollt. *hüstel**räusper* Was kostet eine Fondant-Ausroll-Maschine noch gleich? Fondant ausrollen ist immer Schwerstarbeit!

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Kopf und Ohren durften nun gemeinsam auf der Platte platz nehmen. Die Schaschlik-Spieße aus den Ohren entfernen. Den Fondant darüber legen und langsam Zentimeter für Zentimeter an die Form des Hasens anlegen. Hier zeigt sich immer wieder die tolle Eigenschaft des Tortenkleides. Weich ohne sich zu sehr zu dehnen, stabil ohne zerreißen. Er schmiegt sich der Form einfach nur expialigetisch an. Den übrigen Fondant abschneiden und die Ränder zärtlich säubern.

Währen das Törtchen zurück in den Kühlschrank durfte habe ich eine Portion Royal Icing hergestellt. Schließlich sollte das Häschen nicht frieren und ein passendes Fell bekommen. Rein in die Handschuhe und ran an die Handarbeit. Kleine Portionen des Icings in beide Hände verteilen und dieses vorsichtig mit patschenden Bewegungen, auf dem Fondant verteilen. Wenn Herr Lampe komplett mit Fell überzogen ist darf er wieder in den Kühlschrank.

Einen kleinen Rest des Icings für später zur Seite stellen. Die Arbeitsfläche säubern und alle benötigten Zutaten für die schönste Arbeit, dass dekorieren bereit stellen. Eine herzige Nase, zwei knuffige Augen, passende Zähne und die Ohren etwas aufgehübscht. Befestigt wurde die Dekoration mit einem kleinen Klecks Icing.

Fertig ist der kleine Hoppsi Rammler. Noch etwas Ostergras damit er nicht so unbequem liegt und nun muss er warten bis die Mädels ihn vernaschen. 🙂

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