Teil 1: Cake World Germany 2014 oder: Wenn einer eine Reise tut …

IMAG0203Wenn einer eine Reise tut. Eigentlich wollte ich nur ein kleines Fazit über die Cake World Germany 2014 online stellen. Da wir aber über so viele amüsante Kleinigkeiten gestolpert sind und ich schon lange nichts mehr über meinen täglichen Wahnsinn berichtet habe, wurde das Berichtlein immer länger und länger. Heute möchte ich Euch über den ersten Tag unseres Hamburg-Trips erzählen.

Am vergangenen Wochenende durfte ich endlich das Geburtstagsgeschenk meines Göttergatten einlösen. Er hatte mir für den schonenden Übergang in das 40ste Lebensjahr einen großen Wunsch erfüllt: Ein Wochenende in Hamburg inkl. Besuch der Cake World Germany 2014. Ich hatte 2013 wohl sehr oft von dieser Messe geschwärmt. 🙂

Seit 13 Jahren waren mein Mann und ich nicht mehr ohne Kind unterwegs. Daher freuten wir uns umso mehr auf die freien Tage. Bereits am Donnerstag Abend brachte ich wieder etwas Chaos in unser Leben. Neben dem Kofferpacken fiel mir spontan ein, dass ich kleine Überraschungen für unseren Hamburg- Tripp backen könnte. Wir waren zu einem Geburtstags-Brunch und noch zu einem kleinen Treffen verabredet. Da es aufgrund der Zeitspanne und der Fertigstellung der Geburtstagstorte für einen guten Freund nichts als zu aufwendiges sein sollte, hatte ich mich für zwei Nutella-Blumen entschieden. Das kleine Chaos könnt Ihr Euch sicherlich vorstellen. Im Schlafzimmer standen die Koffer, im Esszimmer die Torte und in der Küche ging der Hefeteig gemütlich auf. Ich raste den Abend über von einer Baustelle zur nächsten. Kurzer Zwischenstopp im Flur „Habe ich auch alles eingepackt?“ und gleich schnell weiter in die Küche um den Teig auszurollen und danach zackig Schleifen auf das Törtchen geklebt. So rotierte ich den Abend bis die Uhr 22:00 Uhr schlug. Aus dem Schlafzimmer kam irgendwann ein energisches „Wir sollten so langsam mal ins Bett!“ Verflixt wie die Zeit doch lief. Schließlich klingelte unser Wecker bereits um 04:30 Uhr und der Bus sollte um 06:10 Uhr abfahren. Nach einem kurzen Halt im Bad legte ich mich zu Bett und konnte nicht schlafen. Immer wieder kamen die gleichen Gedanken: Habe ich alles gepackt? Was ziehe ich an? Nehme ich doch lieber die braunen Schuhe mit? Die grüne Bluse? Ach die ist ja eingepackt! Der letzte Blick auf die Uhr zeigte 01:45 Uhr – au Backe, die Nacht wird sehr kurz.

Gegen Morgen wurden wir durch einen riesigen Knall geweckt. Egal noch eine Stunde schlafen – die Katzen sind hier – ist also sicher nichts größeres passiert. Am Morgen schlürfte ich in die Küche um mir meinen Muntermacher zu gönnen. Da war ich doch sehr erstaunt, dass alle Bücher aus dem Regal im Wohnzimmer verstreut waren. Anscheinend hatte ich ein Buch zuviel ins Regal gestellt und somit das Selbige zum aufgeben gezwungen. Schnell alles eingesammelt. Egal – Machen wir nächste Woche wieder heile! Ein Gutes hatte es. Wäre das Regal am Wochenende runter gebrochen wäre Junior sicherlich in Erklärungsnöte geraten. 😉 Sturmfreie Bude; wilde Party etc. Was sich Eltern oder besser gesagt Mütter dann so gerne einreden.

Kurz nach 06:00 Uhr schnell die Koffer, die Tasche und die Kuchen geschnappt und ab ging es eiligen Schrittes zur Bushaltestelle. Am Bahnhof angekommen setzten wir uns gemütlich in den Zug und tuckerten mit dem IC nach München. Die Fahrt überstanden wir ohne größeren Zwischenfall. In München angekommen schaffte ich es nicht uns aus dem Zug zu befreien. Ich bekam die verflixte Türe nicht auf. Koffer, Tasche und Kuchen abgestellt. Meinem Göttergatten platz gemacht und unter den bösen Blicken der anderen Fahrgäste schnellstmöglich den Zug verlassen.

Puuuuh – geschafft! Wir saßen in der S-Bahn zum Flughafen, um von dort aus mit dem Flieger nach Hamburg zu düsen.  Das Checkin verlief ausnahmsweise ohne Probleme. Was für mich absolut unnatürlich erschien. Mit einem Honigkuchengrinsen lief ich aus der Sicherheitskontrolle. Ganz entspannt schlenderten wir zum Gate und bestiegen ohne Zwischenfall den Flieger. Nach leichten Turbolenzen und einen etwas hüpfenden Magen landeten wir endlich in Hamburg.

Da der Checkin im Hotel erst ab 14 Uhr möglich war, deponierten wir einfach unsere Koffer am Empfang und stürmten am Hauptbahnhof zu einer Stelle der HVV. Dort ließen wir uns als Touristen beraten, welche Ticketform wir am besten nehmen sollten? Perfekt – 39,90€ für drei Tage, bis zu 5 Personen, das komplette Netz der HVV und Ermäßigungen für Stadtrundfahrt, Bootsfahrt und und und. Das ideale Touri-Ticket. 🙂

Kleiner Tipp: Der HVV bietet über den Play Store eine kostenlose App an. Mit dieser konnten wir uns ohne Probleme navigieren lassen. Der Vorteil: Man ist nicht sofort als Touri erkennbar. 😉

Unser erster Stopp sollte der Hauptsitz meines Arbeitgebers sein. Nach einer kurzen U-Bahnfahrt bemerkten wir beim Umsteigen in Wansbek das wir gar kein Ticket (mehr) hatten. Super – zwei Stunden in der Stadt,  gleich Schwarzgefahren und ein Ticket verloren. Das fing ja schon perfekt an. Ich wurde natürlich sofort hibbelig und der Blick meines Mannes immer schiefer. „Ich kaufe dafür auf der Messe weniger ein!“ Gefühlte 100 Mal räumte ich meine „kleine“ Tasche aus. Das Ticket blieb verschwunden. Also löste ich noch einmal eine Tageskarte. Nach einer kurzen Stippvisite bei den Kollegen und einer Kennenlernrunde für meinen Mann sind wir zurück zur HVV Filiale und siehe da: Ich hatte unser Ticket anscheinend liegen gelassen. Puuuh – das Wochenende war gerettet!

Nach dem einchecken im Hotel schmissen wir uns in Schale und zogen los in die Stadt zum Dinner. Natürlich hatten wir am Freitag Abend nach 19:00 Uhr nicht wirklich eine Chance in den begehrten Lokalen ein Plätzchen zu bekommen. Nachdem wir einige der von YELP & Co. empfohlenen Lokale abtelefoniert hatten, landeten wir ganz entspannt im Paulaners. Da fliegt man als Süddeutscher in den Norden um süddeutsche Küche zu genießen. *tztztztz* Aber – es war richtig lecker. 😉 Den restlichen Abend verbrachten wir mit einem ganz lieben Kollegen in der Tower Bar. Neben den leckeren Cocktails kann man bei guter Musik, einem tollen Ausblick, dem Feuerwerk des Doms (3mal jährlich!) über alles mögliche Plaudern. Den geplanten Gang über die Reeperbahn ließen wir ausfallen, da uns die Cocktail-Beine ja schließlich auch noch bis ins Hotel bringen mussten.

Nachdem ich eigentlich nur sportliche Schuhe trage, war ich froh mit meinen Absatzschuhen endlich das Hotel zu erreichen und glücklich die Füsse hochlegen zu können. Schließlich warteten ja noch zwei weitere ereignisreiche Tage in Hamburg auf uns.

Der erste Tag war stressig, aber es war auch unendlich schön mein Hamburg und meine Kollegen wieder einmal zu sehen. <3

Morgen erzähle ich euch dann in Teil zwei von drei, was uns in Hamburg noch schönes erwartet hat. Hier geht es weiter…