Mia and me: Ein Einhorn lässt Grüße da

Wenn ein kleines Mädchen vor mir steht, ganz große Augen bekommt und einen sehnsüchtigen Geburtstagswunsch äußert, bin ich verloren.  In solchen Momenten habe ich Pipi in den Augen, ein schmelzendes Herz und ein breites Grinsen im Gesicht. Die Kleinen wissen ganz genau, wie sie mich um den Finger wickeln.

Kurz nach Neles letztem Geburtstag, welcher unter dem Motto Eiskönigin stand, fragte sie mich, ob ich ihr auch im nächsten Jahr eine Torte machen würde? Ein genaues Motto stand noch nicht fest, aber sie sollte lila sein. Das war extrem wichtig!

Im laufe der kommenden 10 Monate wechselten die Mottos zwischen wieder Eiskönigin aber in lila und Mia and me. Wir schon erwähnt, die Farbe war wichtig. Bis hin zu Mia and me. OK. Was um alles ist Mia and me?

Falsche Frage! Denn jetzt kam eine Flut an Informationen mit der Geschwindigkeit eines Jets auf mich zu. Sofort wurde ich mit den wichtigsten Fakten um Mia beschossen: Sie lebt in Centopia, es gibt ein Pferd, nein falsch, ein Einhorn namens Lyria, welche ein Fohlen namens Onchao hat. Mia ist ein Mädchen, welches in einem Internat lebt und eine Elfe ist…….. STOP!

Immer wenn wir uns sahen versuchte Nele mir die Welt von Mia aus der Sicht eines dreijährigen Mädchens nahe zu bringen. Leider habe ich ihr gar nicht zuhören können, da ich so fasziniert war mit welcher Begeisterung sie von Centopia erzählte. Rauf auf den Stuhl, runter ins Wohnzimmer marschiert, ein Pferd das fast so groß war wie sie, im Schlepptau und dazwischen ein Gequassel. Das Pferd war ein Einhorn und es handelte sich um Onchao.

Kennst Du den Blick den Kinder Erwachsenen zuwerfen, wenn sie am liebsten #Facepalm machen würden? Nicht? Ich schon! ;.)

Nach zehn Monaten Informationsflut, zwei Mia and me Folgen, Recherche in Pinterest und Google war das Thema Mia in Fleisch und Blut übergegangen und die Vorbereitungen konnten beginnen.

Gut, dass ich einen Modellierkurs bei Theresa besucht hatte, denn ich wollte Lyria richtig spektakulär präsentieren. Natürlich hatte Theresa im Kurs erwähnt, dass diese Art des modellierens nicht mit Fondant geht aber ….pah …. das bekomme ich hin. Ja ne, ist klar.

Das erstellen des Gerüstes war kein Problem. Die Tipps von Theresa hatte ich noch im Kopf und so stand nach einer Stunde das Drahtgestell einer erhobenen Stute vor mir.

Meine Jungs meinten zwar ob ich eine Gottesanbeterin modellieren wolle, aber die haben ja keine Ahnung….pah … Ich modellierte so schnell wie möglich los, denn Fondant darf nicht trocknen. Nach vier Stunden stillem sitzen, intensivem arbeiten, Schmerzen am Steißbein kann ich Dir sagen: Es funktioniert NICHT mit Fondant. 😀

Also alles wieder auf Anfang und neu modellieren, Blümchen und Gräser für die Deko herstellen und alles für einige Tage zur Seite stellen, damit es gut trockenen kann. Sobald die Dekoration getrocknet war, habe ich sie mit Puderfarbe aufgehübscht und siehe da eine kleine hübsche Lyria war entstanden.

 

Vier Tage vor dem Geburtstag habe ich die Böden hergestellt und die Himbeer– und Karamell-Buttercreme drei Tage vorher. Dann ging es ans stapeln, einstreichen und über Nacht ziehen lassen, damit das Törtchen in sich stabil werden konnte.

 

Am nächsten Abend konnte das Törtchen mit lila eingefärbten Fondant eingedeckt werden. Mit grünem Fondant einen Rasenstreifen am Rand des Törtchens versehen und oben mit einer kleine Wiese gedeckt werden, damit Lyria es sich bequem machen kann.

Die Dekoration hatte ich bereits vorbereitet und in einer Dose gut aufbewahrt. Daher konnte es direkt an mein Highlight des Törtchen gestalten gehen, dass dekorieren. Als erstes durfte das Einhorn sich ein gemütliches Stück Wiese reservieren.

Danach hier ein Blümchen und dort ein paar Gräser. Diese Zeit vergeht immer wie im Flug und doch waren es insgesamt vier Stunden. 🙂

Über Nacht durfte es sich das Törtchen im passenden Karton bequem machen.

Die kleine Nele hat sich mächtig über ihr quitschebuntes, zuckersüßes Geburtstagstörtchen gefreut und die strahlenden Augen sind immer das größte Lob für einen Hobbybäcker.

Leider hatten die Böden die Karamell-Buttercreme aufgrund der dünnen Konsistenz aufgesogen, doch die Himbeerbuttercreme war geschmacklich sehr gut. 

Ich bin gespannt welche Herausforderung sich Nele für den kommenden Geburtstag überlegt. 😀