Kirschblüten läuten den Frühling ein

geisha… und manchmal auch eine nette Bekanntschaft.

Im WWW trifft man oftmals Menschen, die eigentlich gleich ums die Ecke wohnen, doch man schafft es nie, sie wenigstens einmal real zu treffen. So erging es Andrea und mir seit 2011.  Wir machten beide bei einem Blog-Weihnachtswichteln mit und Andrea hatte mich gezogen.  Als ich ihr Päckchen erhielt bemerkte ich, dass wir keine 30 KM von einander entfernt wohnten. Doch wie das Leben manchmal so spielt, ergab sich einfach nie die Gelegenheit.

Ende Februar postete Andrea eine kleine Geisha Torte auf ihrem FB Profil mit der Überschrift:“Den wünsche ich mir zum Geburtstag. ….“ Schönes Foto, toller Wunsch – bekommt somit natürlich ein Like. Ich Like gerne auf FB schöne Fotos und Beiträge, warum auch nicht? Für mich ist es wie ein freundliches Lächeln und davon könnte es ruhig mehr geben. Ich meine natürlich Lächeln! Natürlich freue auch ich mich bei FB über ein kleines „Lächeln“. 🙂

Manchmal ist ein Like aber auch einfach nur Kismet. Der richtige Zeitpunkt und endlich die perfekte Gelegenheit für ein Kennenlernen.

Die Fakten klärten wir kurz per Chat und verabredeten uns für Samstag. Ich stürmte sofort in die Küche und holte alle benötigten Zutaten aus dem Schrank und machte mich an das backen eines Wunderkuchens. Das backen ist aber ja auch nicht meine Problembaustelle. Was mir eher Sorgen machte waren die kleinen Kirschblüten auf der Torte. Ich und Blumen oO aber es ist auch eine Übungsmöglichkeit! Also ran an den Feind!!!

Natürlich versuchte ich zunächst die Blumentechnik welche uns Jasmin beigebracht hatte doch es wollte und wollte nicht gelingen. Die Blüte waren einfach viel zu groß. Sie sollten klein, zart und zerbrechlich werden. Also schmiss ich alles erlernte über Bord und experimentierte.

Nach dem ich endlich ruhigen Gewissens von Blüten sprechen konnte, stand die kleine Geisha Figur auf dem Plan.

Dafür schaute ich mir unendlich viele Fotos bei Pinterest und über Google an. Ich wollte die Vorlage von Andrea als Inspiration nutzen, jedoch nicht 1:1 kopieren. Es gibt tolle Fondant Geishas mit luftigen, original getreuen Kimonos und sehr filigranen Proportionen, aber das liegt leider außerhalb meiner Fähigkeiten. Also fing ich zunächst mit dem Korpus an, gefolgt von den luftigen Ärmeln und dem Obi (Gürtel). Als mein Mann vorbei kam meinte er nur: „Wir das eine Geisha oder ein Sumo-Ringer?“

Natürlich war ich zunächst stinkig. Wie konnte er nur! Ich machte eine kurze Pause und ließ meine Geisha alleine am Tisch zurück. Als zurück kam hatte sie sich wirklich in einen Ringer verwandelt. Der Korpus sackte aufgrund der Arme zusammen. Insgesamt war die Figur auch zu mächtig für das Törtchen. Schluss! Aus! Feierabend! Morgen wird neu gestartet!

Bei zweiten Versuch lief alles wie geschmiert. Etwas mehr CMC in den Fondant. Alles etwas schlichter und leichter und im nu stand eine kleine Geisha vor mir. Noch ein paar Verzierungen hier und da und fertig war sie. Jetzt durfte sie einfach nur schön sein, am Platz stehen und trocknen.

Am Abend vor dem Treffen mit Andrea durfte ich mich endlich der schönsten Arbeit widmen, dem dekorieren des Törtchens. 🙂

Fazit: Wir sollten nicht immer so lange warten um online Bekanntschaften real kennen zu lernen, denn manchmal steckt ein richtig netter, freundlicher, humorvoller Mensch dahinter. Ich freue mich, dass aus einem Joke ein Törtchen entstand und Andrea und ich uns endlich kennenlernten. Mit Sicherheit war es auch nicht das letzte Mal, dass wir uns gesehen haben!!!

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