Kaffeeklatsch zwischen Rosenblättern

IMG_5514Gestern war endlich wieder „TortenStammtischZeit“ bei Bake A Wish. Auf diese Treffen freue ich mich immer wie ein kleines Kind. Endlich die Mädels wieder treffen, shoppen bei Jasmin und aus dem Nebelloch Ulm raus in das sonnige Esslingen. Drei Besonderheiten an einem Tag.

Damit wir aber nicht nur quatschen und die Leckereien vernaschen hat Jasmin zu einem „Fondant Dekorationskurs“ eingeladen. Meine große Hürde für diesen Tag: Rosen modellieren. Filigrane Blumen sind für mich als Grobmotoriker einfach zu nervenaufreibend. 

Nach dem alle eingetrudelt und wir mit Kaffee und Neuigkeiten versorgt waren, konnte es los gehen.

Zunächst begannen wir ganz locker mit dem herstellen einer Fondantplatte für eine Cupcake Verzierung. Eigentlich sollte auf die Fondantplatte noch ein miniatur Kaffeegedeckt. Dazu bin ich aber vor lauter quatschen nicht mehr gekommen.

Die Vorlage von Jasmin möchte ich Euch aber nicht vorenthalten.

Danach modellierten wir einen Hund. Es entstanden witzige kleine Vierbeiner, welche mit dem persönlichen Touch bei der einen oder andern die Persönlichkeit widerspiegelten.

Nach einer sündigen Pause, in der wir uns die Leckereien von Leni, Kathrin, Petra, Andrea und Sandra direkt auf die Hüfte legen durften, kam meine große Hürde des Tages: Blumen modellieren. :-s

Wir starteten mit den Worten von Jasmin „Die ersten Blumenart ist gaaaanz simpel.“ Ohje, ich kann Euch sagen – mir leif es kalt den Rücken runter.

Unter Jasmins Anleitung legten wir los:

  1. Fondantkügelchen ca. 0,5cm groß – OK, dass bekomme ich hin.
  2. Mit den Handballen einen Kelch formen – Das ist ja echt easy!
  3. Mit einem Zahnstocher in den breiten Teil des Kelches ein Loch stechen und etwas ausdehnen – Gääähn…
  4. Mit einer spitzen, geraden Schere in die Öffnung gehen und drei bis fünf mal den breiten Kelchteil einschneiden – Häää? Was dreimal oder fünfmal? Warum? OK die ersten Nerven begannen zu flattern.
  5. Die durch die Einschnitte entstandenen Fondantteile sind später die Blütenblätter – Häää? Lächeln und schnell bei den Anderen abschauen.
  6. Jetzt müssen die einzelnen Blütenblätter filigran geschnipst werden. – Wie? Schnipsen? Bahnhof!!! Schwester, bitte die Stirn tupfen!
  7. Die Blütenblätter könnt Ihr auch etwas spitz machen. – Endlich etwas das ich hinbekomme. Yeeeha! Meine erste Blume.

Dann erfuhren wir von Jasmin, dass wir in einem Ihrer Kurse jetzt 30 solcher Blüten machen müssten. 30, dreisig, drei und null – Diese Zahl muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. 30! Ich war nach der ersten überfordert. Habe ich schon erwähnt, dass ich kein Blumenmensch bin?

Jetzt wäre ein Kaktus schön! 😉 Aber nein. Jetzt ging es erst richtig los. Rosen standen auf dem Programm. Zunächst durften wir Rosenblätter herstellen. Eigentlich sollte dies ganz einfach gehen. Nach Jasmins Anleitung klappte es auch bei acht von neun Teilnehmerinnen. Na, was glaubt Ihr, wer die Eine war? Die Blätter wollten nicht so wie ich es wollte. Entweder sie waren in der Form schön und lösten sich nicht mehr vom Brett, oder sie waren Durchschnitt und verzogen sich dann beim ablösen vom Brett. Die Mädels unterstützten mich tapfer. Sie ermutigten mich immer wieder. Standen mir mit Rat und Tat zur Seite doch mein Frust wurde immer größer.

„Üben, üben, üben.“ „Das wird schon!“ „In real sind Rosenblätter auch nicht identisch.“

Ich brauchte erst einmal frische Luft.

Als ich in der dunklen Webergasse stand und in die hellen Fenster von Bake A Wish schaute, sah ich vier emsig arbeitende Kursteilnehmerinnen welche den Anleitungen der Kursleiterin Jasmin folgten. Schnell schob ich die negativen Gedanken über meine Rosen zur Seite, denn unser Beisammensein sollte einfach nur Spaß machen. Mein Entschluss stand fest: Ich werde mir das Peggy Porschen Buch „Sweet Flowers“ zur Unterstützung mitnehmen und brav üben.

Auf den Fotos seht ihr links eine Rose von Jasmin und rechts das schönste Exemplar meiner Versuche. Es ist doch noch etwas Luft nach oben. 😉

Nach dem Anfertigen der Rosen war es doch schon wieder spät geworden und ich musste mich leider von den Mädels verabschieden. Allerdings wollten Petra, Leni, Kathrin und Marzena noch mehr Input. Sie legten los mit Raffelbändern und wollten den Stammtisch mit dem eindecken eines Tortendummies beenden.

Fazit: Ein Dekorationskurs ist sehr anstrengend, mitunter nervenaufreibend, aber es macht auch richtig viel Spaß.  Schaut einfach mal bei Jasmin vorbei. Die aktuellen Kurse findet Ihr auf ihrem Blog. Mir hat der Tag wirklich viel Spaß gemacht und ich würde jeder Zeit wieder einen Kurs belegen.